
…für Normalsterbliche scheinbar nicht tragbar. Heute möchte ich mich einmal meine Erfahrungen mit dem skandinavischen Schmuckdesigner Bering mit Euch
teilen. Da ich aufgrund des bevorstehenden Geburtstags meiner Mutter auf der Suche nach einem geeigneten Geschenk war, fielen mir neulich die Keramic Uhren des dänischen Labels ins Auge. Vor ein
paar Wochen hatte Mamutschka nämlich den Wunsch geäußert, dass sie gern eine Uhr im Rado Stil zum Tag der Tage hätte. Nun gut, Franny ist
nicht Krösus und Rado Uhren in der Regel außerhalb des Budgets , suchte ich nach Look Alikes der feshen Keramik Uhren. Schnell wurde ich auf zwei
Hersteller aufmerksam. Zum einen natürlich das arktische Antlitz von Bering, zum anderen die edlen Begleiter von Jacques Lemans. Dazwischen gab es erst einmal nichts. Zwei Tage lang verglich ich
sämtliche Modelle der beiden Hersteller. Nahm Maß. Schaute mir Farbkombinationen an und verglich Preise. Rund um die Uhr, im wahrsten Sinne des Wortes. Immer wieder blieb ich bei dem
schwarz-roségoldenen Modell von Bering hängen. Eine zeitlos schöne Uhr, die durch zarte Swarovskis auf dem Ziffernblatt bestach.
Schmale Uhr für großes Geld
Aufgrund der Tatsache, dass die Keramik Uhr auf den Produktfotos von Bering jedoch viel größer wirkte als sie schlussendlich war, heckte ich
einen Plan aus. Ich orderte die schwarz-roségoldene Keramik Uhr (11429-746) plus ein weiteres, ähnliches Modell von Bering in Grau, welches allerdings etwas größer zu sein schien. Gott sei Dank
gibt es Erfindungen wie Amazon Prime, so dass ich beiden Keramik Uhren bereits am nächsten Tag in den Händen halten konnte. Sofort nach Begutachtung meiner ersten Wahl kam der Schock. Diese
wunderschöne
Keramik Uhr von Bering, die auf den Produktfotos so angemessen wirkte, sah nicht nur unheimlich schmal aus – sie war es tatsächlich auch. Und nicht nur schmal im Sinne von zart,
filigran, zierlich or whatever. Das Armband der Uhr war derart kurz gehalten, dass ich es nicht einmal ansatzweise über meinen Handrücken streifen konnte. Bääääm! Was war da los? Designt Bering
ausschließlich Uhren für Kinder, Teenager, Instagram Models? Ich kann es Euch nicht sagen, aber Fakt ist: Diese Uhr ist für meine
anatomischen Merkmale viel zu klein. So schön das gute Stück auch ausschaut. Wie ich es auch drehe oder wende, ich bekomme diese Keramik Uhr einfach nicht angezogen.
Und wenn sie mir schon nicht passt, wie soll meine Mama sie dann erst tragen können?
Damit Ihr nicht denkt, dass ich flunkere, habe ich ein paar Fotos gemacht, um die Misere zu dokumentieren. Viele Uhren werden heutzutage mit einer sogenannten Faltschließe geschlossen. So auch
das Modell von Bering. Könnte man die Uhr auf normale Weise öffnen, wäre die Problematik vielleicht nicht einmal gegeben. Doch das XS Modell ist für einen Erwachsenenarm definitiv nicht geeignet.
Schaut es Euch an. Weiter als bis zur Hälfte meiner Hand konnte ich die Uhr nicht überstreifen. Bering Ceramic Uhren sind wirklich wunderschön, aber scheinbar nicht tragbar. Es sei denn, Du hast
einen Arm wie ein Teenager. Ich wage mal zu behaupten, dass meine Hand bzw. mein Arm nicht übermäßig dick sind & trotzdem war es nicht
machbar – leider.
Bering Ceramic Uhr in Grau als Alternative?
Nun ist Bering kein billiger Schmuckdesigner, so dass man sagen könnte: Okay, da wurde vielleicht am falschen Ende
gespart. Versteht mich bitte nicht falsch. Ich liebe Bering! Der minimalistische Stil des skandinavischen Labels zieht mich jedesmal auf´s Neue magisch an. Dennoch finde ich die
Tendenz, dass wieder einmal in Richtung Skinny propagiert wurde, etwas erschreckend. Die
graue Ceramic Uhr von Bering könnte eine Alternative sein. Sie schaut nicht nur ähnlich schön aus, sondern passt glücklicherweise auch über meinen Arm. Doch sind Durchmesser des Uhrwerks sowie
des Armbands ebenso schmal gehalten. Leider bin ich mir nicht sicher, ob das meiner Mamutschka gefallen würde. Aus diesem Grund behalte ich das gute Stück vorerst zu Hause, bis ich Nummer Drei –
die Jacques Lemans Monaco – hier habe. Ich hoffe, dass Bering sich die Erfahrungen seiner Kunden
zu Herzen nimmt und demnächst auch mal Uhren für etwas kräftigere Handgelenke in den Verkauf bringt. Dann könnte man sich das Ganze noch einmal überlegen 😉